Bioaktive Pflanzenstoffe

Bioaktive Pflanzenstoffe, auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe genannt, sind winzige Duft-, Geschmacks- und Aromastoffe, mit denen sich die Pflanze vor Umweltgiften, Schädlingen und Krankheiten schützt. Unser Körper kann diese Stoffe nicht selbst produzieren. Bei reichlichem Verzehr von Obst und Gemüse können wir jedoch von diesen Schutzeigenschaften profitieren. Diese bioaktiven Stoffe sind für den Körper mindestens so wichtig wie Vitamine und Mineralstoffe, sie werden oft auch als die Vitamine des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Sie wirken antioxidativ, antimikrobiell, stärken unser Immunsystem und schützen unser Erbmaterial, so dass die Zellen geringere Chancen haben, sich bösartig zu verändern.

Bei unserer oft unausgewogenen Ernährung, bei Alltagsstress mit Hektik und Zeitdruck nehmen wir oft nicht ausreichende Mengen dieser pflanzlichen Schutzstoffe auf. Darüber hinaus vernachlässigen wir durch Bewegungsmangel und Übergewicht zusätzlich noch unsere Gesundheit, wie Dr. Reichel in seinem Büchlein „Aufwachen und Tee trinken“ darstellt.

Rund 30% aller Krebserkrankungen wären wahrscheinlich vermeidbar, wenn die Ernährung besser auf unsere gesundheitlichen Bedürfnisse abgestimmt würde, wie zahlreiche Wissenschaftler aus aller Welt gefunden haben. Sie empfehlen daher, täglich viel frisches Obst und Gemüse zu verzehren, wobei zwei Lebensmittel aus Asien, nämlich Grüntee und Bittermelone besonders hervorgehoben werden. In diesen beiden Pflanzen - wie auch in Borretsch und anderen - finden sich besonders hohe Konzentrationen an Polyphenolen, Bioflavonoiden, Isoflavonen und Phytosterolen als Beipiele für solche bioaktiven Pflanzenstoffe.